Aufgrund enier Sdutie an enier Elignshcen Unvirestiät ist es eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in einem Wort sethen, das enizg wcihitge dabei ist, dass der estre und lzete Bcuhtsbae am rchgiten Paltz ist. Der Rset knan toltaer Bölsdinn sein, un du knanst es torztedm ohne Probleme lseen. Das geht dsehalb, wiel wir nicht Bcuhstsbae für Bcuhstsbae enzilen lseen, sondern Wröter als Gnazes. Haben Sie schon einmal einen Roman nach den ersten paar Seiten weggelegt, weil das Lesen einfach kein Vergnügen bereitet hat? Vielleicht war dafür nicht die Qualität des Textes verantwortlich – sondern die Schrift!

ThemaTypografie

Haben Sie schon einmal einen Roman nach
den ersten paar Seiten weggelegt, weil das
Lesen einfach kein Vergnügen bereitet hat?
Vielleicht war dafür nicht die Qualität
des Textes verantwortlich –
sondern die
Schrift!

GuteTypografie

Typografie, also die Kunst des gedruckten Wortes, kann das bewirken. Schlecht lesbare „Bleiwüsten“, flimmernde Buchstaben und sinnentfremdende Trennungen vermiesen uns den schönsten Text. Gute Typografie dagegen macht zwar einen schlechten Text nicht besser, doch sie erhöht den Lesegenuss beträchtlich.

Aber was bedeutet eigentlich „gute Typografie“? Auf diese Frage gibt es – leider – keine eindeutige Antwort. Nur soviel: Bei der Entscheidung für eine bestimmte Schrift sind bestimmte Kriterien zu beachten, die aus einem x-beliebigen Text einen Lesegenuss machen. Gute Typografie, so ergab eine Umfrage bei uns im Haus, soll schön sein und gut lesbar. Sie soll zu Inhalt und Anlass passen, Stimmung vermitteln, aber sich nicht in den Vordergrund drängen. Zeitgemäß und gut durchdacht soll sie sein, gut umzusetzen und rechtlich problemlos zu nutzen.

Typo-Gebot: Lesbar soll sie sein
Bei der Entscheidung für eine Schrift steht an erster Stelle die Funktion bzw. die Frage, in welchem Kontext Schrift als »Interface« eingesetzt wird und welche Aufgaben sie erfüllen soll. Erscheint sie in einem Buch, in einer App, auf einer Website oder einem Plakat? Wird ein Etikett beschriftet, eine Anzeige gestaltet oder Untertitel in einem Film eingeblendet? Nicht jede Schrift kann alles und längst nicht jede steht in allen benötigten Varianten zur Verfügung. Eine, die sich auf einem Verkehrsschild gut macht, eignet sich nicht für die Gebrauchsanleitung; die Schrift eines Geschäftsbriefs muss andere Ansprüche erfüllen, als die einer Speisekarte.

Wussten Sie schon dass Serifenschriften, auch Antiqua genannt, in der deutschen Sprache vier bis fünf Prozent schneller gelesen werden als die serifenlosen sogenannten Groteskschriften?

Je nach Anlass und Funktion wird man sich daher für ganz unterschiedliche Schriften ent- scheiden. So eignen sich für längere Fließtexte eher Schriften mit Serifen (kleinen Endstrichen an den Buchstaben) wie zum Beispiel diese hier verwendete klassische Garamond, weil sie in längeren Passagen besser lesbar sind. Andere Schriften, wie die Meta Sans, sind in kleinen Punktgrößen besonders gut lesbar und eignen sich daher gut für das sogenannte Kleingedruckte. Für das Lesen am Bildschirm haben sich wieder andere Schriftarten qualifiziert, die hier besonders gut funktionieren.

Typo-Gebot: Schön soll sie sein und Charakter haben
Doch Schrift muss nicht nur gut lesbar sein, sie soll auch das Gefühl ansprechen und schön aussehen! Vor allem: Sie soll zum Anlass und zum Absender passen. Funktioniert das, fällt es kaum jemandem auf. Funktioniert es nicht, springt es sofort ins Auge.

Zum Beispiel:

Ein Liebesbrief in sachlicher
Arial Regular?

Der Jahresbericht einer Bank in verspielter
Noteworthy?

Das neue iPhone in antiker
Baskerville Italic?

Was als schön, modern und passend empfunden wird, unterliegt auch dem Zeitgeschmack.

Typo-Gebot: In der Umsetzung soll sie funktionieren
Die schönste Schrift ist nur dann auch eine gute, das heißt dem Anlass angemessene Schrift, wenn sie auch praktikabel ist. Bei der Wahl kommt es also nicht allein auf Funktion und Form an, auch die Funktionalität muss stimmen. Als Typografen fragen wir uns, ob die gewählte Schriftvariante auf unterschiedlichen Trägermaterialien funktioniert und ob sie in unterschiedlichen Produktionsverfahren umzusetzen ist. Lässt sich das Logo auf Stoff drucken? Auf einer Plane? Ganz klein, auf der Visitenkarte, oder riesig groß auf einer hausgroßen Plakatfläche?

Und das ist noch nicht alles: Die gewählte Schrift muss nicht nur einmal, am Bildschirm des Mediendesigners und in der Druckerei funktionieren, sondern oft genug auch beim Auftraggeber. Wenn etwa Briefbögen oder kleine Flyer am eigenen Drucker ausgegeben werden. Deshalb muss geklärt werden, ob die gewählte Schrift in der eigenen Schriftenbibliothek vorhanden ist, ob sie frei genutzt werden kann oder erst gekauft werden muss. Schriften sind, ebenso wie Bilder und andere Werke, urheberrechtlich geschützt. Sie sind deshalb in der Regel nicht kostenlos und ohne Beschränkung nutzbar.

Fazit
Welche Schrift für das Corporate Design, den Geschäftsbericht oder das Web gewählt wird beeinflusst, wie der Absender wahrgenommen wird und ob die Empfänger gern weiterlesen oder sich genervt abwenden. Schrift entscheidet (mit), ob Printprodukte oder Webauftritt attraktiv oder altbacken, inspirierend oder langweilig wirken. Typografie ist eine Wissenschaft und eine Kunst.

Vor allem wirkt sie. Subtil, aber intensiv.

Print ist tot?

Stimmt nicht, das beweist eine aktuelle Studie. Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) hat 2018 in einer Studie die Anzeigenblatt-Qualität unter die Lupe genommen. Danach schätzen 77 Prozent der Deutschen Anzeigenblätter als eine feste Größe in der Region und 75 Prozent bewerten die Berichterstattung über Lokales positiv. 72 Prozent der Anzeigenblatt-Leserinnen und Leser studieren nach eigener Aussage auch Anzeigen und Beilagen.

Trends

Podcasts
boomen

Sprechen statt tippen hat Konjunktur, sowohl bei Messenger Diensten als auch bei der sprachgesteuerten Suche. Im selben Maß wie die Sprache boomt, gehen Podcasts als Informationsmedium durch die Decke. 1,3 Millionen Deutsche hören täglich Podcasts, zum überwiegenden Teil über das Smartphone. Unter den zehn meistabonnierten Sendungen sind neben Tagesschau, Tatort und der Satiresendung Extra 3 gleich sieben Wissenssendungen.

Influencer
marketing

Das Influencer Marketing wird immer wichtiger. Der Grund dafür ist, dass viele Menschen bei Produktentscheidungen am liebsten auf den Rat von Freunden und Bekannten vertrauen. Und als solche werden die Influencer, denen wir auf Facebook, Instagram oder Twitter folgen, empfunden. Social Influencer, die zu Marke und Unternehmen passen, verstärken die Markenloyalität und verschaffen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Sie machen es möglich, spezielle Zielgruppe nach Interessengebieten sehr genau anzusprechen. Vor allem: Anders als klassische Testimonials haben sie sich eine eigene Community aufgebaut.

Typo-Lexikon

Agiles Marketing, Chatbots, War for Talents, Visual Search – oft gehört, aber was steckt eigentlich dahinter? In den kommenden Ausgaben erklären wir einige Schlagworte aus Werbung und Kommunikation, die uns gefühlt auf jeder zweiten Seite begegnen.

Den Beginn macht die:

Augmented
Reality (AR)
Erweiterte
Realität

– heißt wörtlich übersetzt „erweiterte Realität“. Der Begriff bezeichnet die Ergänzung der realen Welt am Bildschirm durch virtuelle Bilder, Filme, Animationen, Maps oder Web-Verlinkungen.

Zum Beispiel als eingeblendete Distanz zum Tor bei der Fußballübertragung, als Simulation historischer Gebäude am originalen Standort, in Games wie Pokemon go, die virtuelle Figuren in die reale Umgebung integrieren oder um virtuelle Möbelstücke in die eigene Wohnung zu projizieren. AR gilt als einer der wichtigsten Trends in der digitalen Kommunikation und wird voraussichtlich durch die neue 5G-Technik als neue Informationsebene noch wichtiger werden.

Augmented Reality (AR)
Projekte

Imagekampagne Harz nah dran
Designkonzept | Keyvisual
Content | Webdesign | Linienflyer
Plakat | Postkarten | Imagefilm
ZVSN - Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen

Weihnachtsgruß
Sigert Druck -& Medienhaus

Beilagenpostkarten
MDM - Münzhandelsgesellschaft MbH & Co. KG Deutsche Münze

Hand- lettering
Tabea Temme

Stifte, Pinsel und Papier faszinieren und beschäftigen mich, solange ich mich erinnern kann. Schon als kleines Mädchen besaß ich Stifte jeglicher Art, malte leidenschaftlich gerne in meinen Malbüchern und Mandalas waren DAS Ding für mich. Heute ist es für mich ein analoger Ausgleich zu meinem hauptsächlich digitalen Arbeitsalltag, wenn ich Papier und Schreibgerät in die Hand nehme.

Von Tabea Temme

Vor gut zwei Jahren entdeckte ich über Pinterest und Instagram das soge- nannte Handlettering für mich. Hier geht es darum, Buchstaben und Sätze in schöner Form zu schreiben. Wobei „schreiben“ eigentlich das falsche Wort ist – vielmehr malt man jeden Buchstaben für sich und nimmt sich Zeit dafür. Daher ist auch keine schöne Handschrift erforderlich, denn man lernt die Buchstaben auf eine völlig neue Art und Weise kennen. Angefixt von den schönen Ergebnissen, die sich in meinem Instagram-Feed präsentierten, griff ich direkt in meine Stifteschublade und machte mich selbst ans Werk. Für den Start war auch nicht viel mehr nötig als Papier und ein Fineliner oder ein Filzstift.

Brushlettering

Damit Sie sich selbst einmal ausprobieren können, finden Sie hier eine Vorlage für einen meiner Lettering-Stile. Greifen Sie zum Stift und lassen Sie Ihre Hände übernehmen.

Mit der Zeit reichten mir diese Materialien aber nicht aus – ich wollte mich kreativer austoben und neue Techniken ausprobieren. So fand ich zum Brushlettering. Wie der Name schon erahnen lässt, benutzt man für das Schreiben der Buchstaben einen Pinsel oder Pinselstift (einen Filzstift mit einer spitz zulaufenden, flexiblen Spitze). So kann man die Strichstärken variieren und tolle Effekte erzeugen. Gerade die Kombination aus verschie- denen Stilen und Stiften machen das Lettering für mich spannend. Ich kann meiner Kreativität freien Lauf lassen und das Malen der Buchstaben hat schon fast eine meditative Wirkung. Der Kopf schaltet ab und die Hände übernehmen.

Mittlerweile sind auch keine Untergründe mehr vor mir sicher, denn warum soll man sich auf Papier beschränken, wenn es doch noch so viele andere Materialien gibt? Egal ob Holz, Glas, Steine oder sogar Laubblätter – den richtigen Stift für das zu beschriftende Material zu finden und meine Umgebung mit handgeschriebenen Buchstaben zu verschönern, macht mich glücklich.

Bildnachweis Phoenix: istockphoto, Andrew Neel on Unsplash, typografix, pixeden

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